Es wird endlich Zeit

Es wird endlich Zeit, dass der Frühling kommt! Zur Zeit fühle ich mich richtig müde. Langsam nervt es mich. Doch sobald die Sonne ein wenig scheint, fühle ich mich fit und glücklich. Ich will, dass sich das Grau endlich verabschieden und Platz für einen blauen Himmel mit strahlender Sonne machen soll. Es war schließlich lange genug da. Morgens, wenn ich aufwache und mein Fenster öffne, höre ich schon die Vögel zwitschern. Das finde ich herrlich und ich fühle mich gut, wenn ich dem Vogelgezwitscher lauschen kann. Doch die frische kühle Luft und der trübe Himmel veranlassen mich, mich wieder unter meine Decke zu legen.

Ja, es wird Zeit, dass der Frühling kommt.
Damit ich Kraft tanken kann, wenn ich die Sonne scheinen sehe.
Damit ich den herrlichen Duft frisch erblühter Blumen aufnehmen kann.
Damit ich meine dicken Jacken wegsperren und die Frühlings- und Sommerkleidung herauspacken kann.

Ich möchte endlich aufwachen und aufbrechen.
Ich möchte, dass die Tage länger werden, die Stunden heller.
Ich möchte die Sonne bis auf die kleinste Pore auf meiner Haut spüren. Den blassen Teint loswerden, der mich so krank und müde aussehen lässt.
Ich möchte mehr Zeit draußen verbringen. Es ist mir egal, ob die Pollen verstärkt fliegen, meine Nase am nießen und meine Augen nur noch am jucken sein werden, ich werde trotzdem gerne draußen sein. 

Ich liebe den Frühling, aber ich liebe auch den Sommer, den Herbst und den Winter. Aber den Frühling mag ich ganz besonders, weil er für mich einen Neuanfang symbolisiert. Das Wiedererwachen des Lebens nach einem langen Schlaf. Auch wenn es schön und gemütlich ist unter einer Kuscheldecke auf der Couch zu liegen. Es wird  auch wieder Zeit dort herauszukriechen.
Vielleicht mag ich den Frühling, weil mein Name (Bahar = Frühling), übersetzt, genau das bedeutet und ich in eben diesem Monat Geburtstag habe. Aber vielleicht mag ich den Frühling auch, weil er ein Vorbote des Sommers ist und ich die warmen Temperaturen liebe.
Doch ganz egal wieso und weshalb das so ist: Ich werde mir ein Plätzchen im Grünen suchen und mich einfach von den Sonnenstrahlen berießeln lassen. Und wenn möglich, möchte ich die warmen Strahlen auffangen und sie mir in einem Gefäß festhalten, damit ich sie vorrätig habe, wenn die Sonne wieder einmal einen langen Winterschlaf macht.
Ja, es wird endlich Zeit, dass der Frühling kommt.

Schwarz vor Augen

Nach langer Überlegung hatte ich beschlossen, mich aufgrund meiner Allergien einer Hyposensibilisierung-Therapie zu unterziehen. Mit der spezifischen Immuntherapie soll die Reaktion des Immunsystems auf ein Allergen reduziert werden, in dem die Allergene durch den Allergologen unter die Haut gespritzt werden. Am Anfang wird die Dosis wöchentlich gesteigert und nach Erreichen der Erhaltungsdosis in regelmäßigen Abständen fortgeführt.

So hatte ich also heute morgen meinen ersten Termin. Ich hatte etwas Probleme pünktlich um acht anzukommen, weil es doch ein sehr früher Termin ist und konnte daher meine Butterbreze vom Bäcker nicht essen. Ich kam also in der Praxis an und hatte erst einmal das Problem einen Platz im Warteraum zu finden. Nach erneutem unterzeichnen eines Aufklärungsbogens war endlich ich an der Reihe. Zu erst wurde ein Lungentest durchgeführt und anschließend wurde ich  nach meinem Wohlbefinden ausgefragt und nachdem alles ok war, wurde ich am linken Oberarm gespritzt.

Vorweg: Ich hatte keine Panik und war auch nicht aufgeregt. Ich habe auch keine Angst vor spritzen! Auf jedenfall saß ich dann im Warteraum, weil man nach der Spritze noch eine halbe Stunde warten muss, falls eventuelle Komplikationen auftreten. Ich holte mein Buch heraus und fing zu lesen an, bis ich bemerkte, dass mein Oberarm zu jucken begann. Ich dachte mir nichts dabei, weil es eine gewöhnliche Reaktion des Körpers auf das Allergen ist.
Doch dann wurde mir warm und übel zugleich. Ich versuchte mich erst zu konzentrieren und nicht daran zu denken, aber es wollte einfach nicht verschwinden. Mir wurde immer wärmer und schlechter.
Ich legte meine Sachen beiseite (leider waren alle Kleiderhaken vergeben) und schilderte der mir nächsten Arzthelferin von meiner Übelkeit. Diese packte mich sofort am Arm und riss mich in das nächste Behandlungszimmer. Dort versagten plötzlich meine Beine und vor meinen Augen wurde es schwarz. Ich konnte meine Umgebung nicht mehr wahrnehmen und bekam Schweißausbrüche. In meinen Ohren klangen die Geräusche und die Stimme des Arztes der zu mir sprach ganz dumpf. Er stellte mir Fragen, die ich versuchte zu beantworten. Meine Beine wurden hochgelegt und mein Blutdruck gemessen, 98/58.
Das liegen tat mir ganz gut und ich bekam eine Apfelschorle zum Trinken und einen Kühlkissen für meinen Arm. Langsam erholte sich mein Körper wieder. Doch musste ich noch eine halbe Stunde so bleiben. Erst nach erneutem messen meines Blutdrucks (112/x) durfte ich mich nach Hause begeben.

Ich habe immer einen niedrigen Blutdruck. Zwar spinnt ab und zu mein Kreislauf, wenn ich beispielsweise ganz schnell vom Bett aufstehe, aber schwarz vor Augen wurde mir nie bisher nur einmal. Ich weiß nicht wieso das passiert ist. Laut Arzt war es keine Reaktion auf die Spritze, sondern auf die des leeren Magens.
Meinen Plan für den restlichen Tag konnte ich dann aus dem Kopf schmeißen. Mir war soo kalt, das ich direkt nach Hause gefahren bin. Jetzt sitze ich hier, unendlich müde, mit Wärmeflasche und Tee.

Das sollte mir eine Lehre sein. Nie wieder gehe ich raus, ohne eine Kleinigkeit zu essen, auch wenn es mir schwer fällt so früh was zu mir zu nehmen. Das nächste Mal darf und soll ich auch Kaffee vor der Behandlung trinken. Eine Anweisung meines guten Artzes, obwohl koffeinhaltige Getränke am Tag der Behandlung sonst nicht erlaubt sind. Immerhin eine positive Sache ;)

MorgenKaffee


Ei! wie schmeckt der Kaffee süße,
Lieblicher als tausend Küsse,
Milder als Muskatenwein.
Kaffee, Kaffee muss ich haben,
Und wenn jemand mich will laben,
Ach, so schenkt mir Kaffee ein!
Johann Sebastian Bach (*1685) deutscher Komponist


In den Tag startet man am Besten mit einer Tasse Kaffee.

Für mich mit viel Milch und einem Löffel Zucker.

Huch,

genau so muss er aus-schaun.

Zitate über Kaffee

♦ „Die beste Methode, das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee zu trinken. Wenn man keinen haben kann, so soll man versuchen, so heiter und gelassen zu sein, als hätte man guten Kaffee getrunken.“ (Jonathan Swift)

♦ “Der Kaffee muss so süß sein, wie die Küsse eines Mädchens am ersten Tag, so heiß, wie die Nächte in ihren Armen und schwarz, wie die Flüche der Mutter, wenn sie es erfährt.” (arabisches Sprichtwort)

♦ „Gott sei’s gedankt, in der nächsten Welt wird es keinen Kaffee geben. Denn es gibt nichts Schlimmeres, als auf Kaffee zu warten, wenn er noch nicht da ist.“ (Immanuel Kant)

♦ „Endlich hat uns der Trank von den Ufern des Orients erreicht. Kostet dieses Getränk mit großem Genuss, und euer Mahl wird eine wahre Freude sein bis zum Schluss.“ (Leo XIII.)

Ich wünsche allen eine schöne & angenehme Woche!

Schlaflos…

Es ist schon spät und ich bin müde. Unter meiner warmen Decke fühle ich mich wohl, aber dennoch kann ich nicht einschlafen. Es ist, als ob für mich der Zutritt in das Land der Träume heute nicht erlaubt ist. Ich versuche es weiter, indem ich mich nach rechts drehe, dann wieder nach links. Vergeblich…
Das kennen sicherlich viele. Man fühlt sich unendlich müde, aber wenn man dann erst einmal in seinem Bett liegt, klappt es dann doch nicht mit dem Einschlafen. Jegliche Müdigkeit scheint verflogen zu sein. Hierfür kann es vielerlei Gründe geben. Unzählige Gedanken, die einem im Kopf umher schwirren oder Grübeleien über die Arbeit, Familie und Freunde: “Ich muss noch das erledigen. Das darf ich nicht vergessen…” Manche haben einfach nur zu viel Kaffee getrunken ( so wie meine Mum ;) ) und andere wiederum haben ganz andere Probleme, weshalb sie nicht einschlafen können.
Ich weiß nicht woran es bei mir liegt. Die Prüfung an der Uni ist doch vorbei. Dennoch liegt irgendwie die Last der Ungewissheit auf mir, ob ich sie auch bestanden habe. Wahrscheinlich brauche ich eine richtige Pause. Heutzutage braucht man einen Ausgleich zum stressigen Leben. Etwas Abstand vom hektischen Alltag. Ständig gibt es etwas zu erledigen und man muss wieder hierhin und dorthin rennen. Man muss seine Arbeit tun und auch Anforderungen anderer erfüllen. Es ist wichtig geworden, sich Momente zu gönnen, einfach auch mal abzuschalten. Einen Augenblick zur Ruhe zu kommen und sich und seinem Körper etwas Gutes zu tun.
Ich lege mich auf den Rücken und sehe zur Decke hoch. In meinem Zimmer ist es heller als sonst. Vielleicht liegt es doch am Vollmond, das ich nicht einschlafen kann? Ich setze meine Schlafbrille auf, auf der steht “sweet dreams”. Ich denke daran, dass ich in wenigen Tagen in den Urlaub fliege. Ich schließe meine Augen und kann es kaum erwarten, unter meinen Füßen den weichen Sand, die warmen Strahlen der Sonne auf meiner Haut zu spüren und den salzigen Geruch des Meeres zu schmecken. Ich schlafe ein und träume…