… sag, was ist denn Schönheit überhaupt?
Täglich sieht man sich im Spiegel. Wenn man sich umgezogen hat, wenn man sich wäscht, sich eincremt, schminkt und und und. Und während dieses “Spiegelblicks” kommt der Moment in dem die Frage gestellt wird: Wie sehe ich aus? Bin ich hübsch? Und wir finden ständig etwas zum Meckern: Die Nase wäre doch so viel schöner, die Lippen sind so schmal, weniger Fett an der Hüfte wäre nicht schlecht… Ihr habt doch sicherlich schon mal eine Freundin oder eine Bekannte sagen gehört: “Ich finde meine Nase nicht schön.” Und ihr seht sie an und denkt: Was redet die da? Die ist doch hübsch und die Nase passt zu ihr!
Heutzutage sind es die Medien, die uns mit Schönheitsnormen bombadieren und denen man versucht zu entsprechen. Durch neueste Entwicklungen wie Silikon, Botox und Co. ist es leichter geworden, diesen Idealen näher zu kommen. Bereits viele Jugendliche denken über Schönheitsoperationen nach und nehmen eine Menge in Kauf um ihren Vorbildern zu ähneln.
Doch die Frage ist eigentlich, was ist überhaupt schön? Im Alltag bezeichnen wir etwas für schön, das einen besonderen Eindruck hinterlässt. Schöne Musikstücke, einen Tanz, Gegenstände und schöne Körper. Wir halten das für schön und richtig, je nachdem, welche “Normen” uns geprägt haben. Schönheit ist also ein abstrakter Begriff, der von unseren Wertvorstellungen geprägt ist. Es gibt z.B. kulturelle und biologische Maßstäbe. Wir empfinden Männer schön, wenn sie stark und kräftig aussehen und Frauen sind schön, wenn sie kurven haben. Dies hat ihren Grund im Sexualtrieb. Es signalisiert dem vermeindlichen Partner: Dieser Mensch ist gesund und kann gesunde Nachfahren zeugen.
Im Grunde ist die Schönheit so ähnlich wie die Liebe: nämlich Geschmackssache. Irgendwie ist beides miteinander verbunden. Was schön ist, das lieben wir auch. Schönheit bedeutet also nicht für jeden Menschen dasselbe.
Immer mehr Menschen sind mit ihrem Äußeren unzufrieden. Wir sehen in Zeitschriften und Plakaten Stars, die perfekt aussehen: schlanke Figur, reine Haut, lange Beine, glänzende Haare. Doch solche perfekten Körper gibt es in der Realität nicht. Die Models und Schauspieler werden alle geschminkt und die Aufnahmen per Fotoshop bearbeitet. Die Orangenhaut, das “zuviel” an Fett, die Oberweite, alles wird nachbearbeitet. In Wirklichkeit sehen sie nicht anders aus als wir.
Ich bin zufrieden mit mir. Mit meinem Gewicht, meinem Aussehen. Ja, ein wenig mehr Sport und Fitness für die Gesunheit würde nicht schaden, aber an meinem Äußeren etwas ändern? Das brauche und will ich nicht. Wer will schon unechte Brüste haben, die aussehen, als ob man zwei Bälle mit Alleskleber hingedrückt hätte? Man denke nur an D. Katzenberger oder die dauernackte Micaela aus dem Dchungelcamp… Ich persönlich finde das nicht schön. Manch anderer wahrscheinlich schon!? Möglicherweise denke auch ich in zehn Jahren anders darüber. Wer weiß, vielleicht ändert sich ja mein Geschmack… Ich kann es aber auch verstehen, wenn sich jemand aus gesundheitlichen Gründen für eine Schönheits-OP entscheidet. Aber bei vielen Frage ich mich, muss das denn sein? Und denke allein an die Risiken, die mit solchen OP`s verbunden sind…
Ich frage mich: Kann man sich denn nicht so lieben wie man ist? Ich glaube das jeder Mensch, ob Frau oder Mann, hübsch ist, wenn er nur daraus etwas macht. Wir sollten froh sein, das wir gesund sind und darüber nachdenken, dass es uns schlechter gehen könnte. Es gibt Menschen die Erkrankungen im Gesicht haben oder auf der Haut und die alles dafür geben würden, um so wie wir zu sein. Und wir sollten das nächste mal, wenn wir in den Spiegel einen Blick werfen, uns zuzwinkern und sagen: “Verdammt nochmal, sehe ich gut aus!”
OP`s können auch schief gehen:
